Achtung, Verstopfung! Was in Deutschland alles im Klo landet

2025-08-28     https://www.spiegel.de/wissenschaft/deutschland-warum-essensreste-feuchtes-klopapier-tampons-nicht-in-die-toilette-gehoeren-a-fab72ccf-8290-42a0-ac7b-05a3368ea1e0 HaiPress

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Tablett mit Essen: Übrig gebliebene Speisen gehören in den Mülleimer

Foto: Rodobot / Addictive Stock / IMAGO

Zum »Tag des Toilettenpapiers« am 26. August hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage veröffentlicht. Demnach wissen die meisten Menschen in Deutschland zwar,dass Hygieneartikel,Speisereste und Medikamente nicht in die Toilette gehören. Trotzdem geben viele zu,sich nicht daran zu halten.

Durch dieses Fehlverhalten werde nicht nur die Kanalisation belastet,sondern auch Kläranlagen und die Umwelt,was hohe Kosten verursache,mahnt der VKU,der die Interessen der kommunalen Versorgungs- und Entsorgungswirtschaft vertritt.

Spülen wider besseres Wissen

Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick:

45 Prozent der Befragten haben bereits Speisereste wie Soßen oder Öl die Toilette heruntergespült.

Auch Feuchttücher (20,9 Prozent),Tampons,Binden oder Kondome (6,8 Prozent) sowie Zigarettenkippen (4,7 Prozent) wurden schon einmal über das stille Örtchen entsorgt.

Immerhin: 90,8 Prozent der Befragten wissen eigentlich,Medikamente,Speisereste und Zigarettenkippen nicht in die Toilette gehören.

Besonders problematisch sind laut VKU Feuchttücher. Sie bestehen aus reißfesten Kunstfasern und lösen sich im Wasser nicht schnell genug auf. Schlimmstenfalls kommt es deshalb an den Abwasserpumpen zu sogenannten Verzopfungen. Dabei verquirlen sich die Tücher in den Pumpen zu zopfartigen Strukturen,verstopfen sie und legen sie damit lahm. Wattestäbchen,Kondome oder Speisereste wie Öl verschärften die Situation zusätzlich.

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Ebenfalls nicht in die Toilette gehören:

Medikamente,weil deren Wirkstoffe auch in Kläranlagen nicht vollständig abgebaut werden können und so in den Wasserkreislauf gelangen.

Chemikalien wie Farben und Lacke,weil sie das Wasser belasten. Sie können über Sammelstellen für Schadstoffe entsorgt werden.

Hygieneartikel und feste Stoffe wie Feuchttücher,Tampons,Binden,Windeln,Rasierklingen,Wattestäbchen,Katzenstreu oder Kunststoffe verstopfen Rohre und beschädigen Pumpen.

Speisereste,Fette und Öle verkleben die Kanalisation,verursachen Gerüche und ziehen Schädlinge wie Ratten an.

koe

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